Am Samstag um 19.30 Uhr kommt es zum Spitzenduell. Die TAG Salzgitter Icefighters treten bei den ECW Sande Jadehaien an und brennen nach der 0:4-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen der Saison auf eine Revanche. Nur ein Punkt trennt die Stahlstädter vom Platz an der Sonne, den mit insgesamt 13 Zählern das Team von der Nordsee momentan inne hat. Salzgitter folgt mit 12 Punkten, die Weserstars Bremen belegen mit 8 Zählern Rang drei.

Chancenverwertung ist wichtig

Auf den guten Saisonstart gegen Bremen folgten zwei Niederlagen, bevor es wieder aufwärts ging. Nach nun drei Siegen in Folge geht die Mannschaft von Radek Vit mit Rückenwind in die Partie. Zwar ist man am Salzgittersee wieder in die Erfolgsspur eingebogen, dennoch haperte es zuletzt an der Chancenverwertung. So betont Vit: „Wir werden die Möglichkeiten nutzen müssen!“ Dies hat sich zumindest in Überzahl während der letzten Partie in Nordhorn schon mal wesentlich verbessert. „Wir müssen die Aufgaben erledigen und Geduld bewahren. Wenn wir unsere Spielweise weiterhin und auch über längere Zeiträume gut umsetzen, dann können wir in Sande auch was holen!“, so der Übungsleiter.

Fast voller Kader

Aus personeller Sicht sieht es gut aus. Nach fünf Ausfällen am vergangenen Wochenende, kann der Ex-DEL-Spieler nun wieder fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Michael Kopke und Lukas Vit, die aus privaten Gründen fehlten, sind wieder da, ebenso wie Leon Geffers, der im letzten Moment aus beruflichen Gründen nicht dabei war. Ausfallen wird, neben Christian Pelikan, der nach seiner langen Verletzung aktuell die 1b unterstützt, definitiv Alexander Genze, über Arthur Bippus steht noch ein Fragezeichen.

Icefighters Nordhorn

Wahnsinn! Auch aus Nordhorn kamen die TAG Salzgitter Icefighters mit drei Punkten im Gepäck wieder nach Hause. Mit einem 3:1-Sieg (0:1, 1:0, 2:0) eroberte das Team von Radek Vit kurzzeitig sogar erneut die Tabellenführung, geht nun aber als Zweitplatzierter in die kommende Woche, da auch der ECW Sande sein Spiel gewonnen hat.

Startschwierigkeiten durch Personalmangel

Dabei sah es nicht vom ersten Moment an nach Sieg aus. Neben Langzeitausfall Christian Pelikan konnten auch Arthur Bippus und Alexander Genze verletzungsbedingt nicht antreten, während Lukas Vit und Michael Kopke aus privaten Gründen fehlten. Rund zwei Stunden vor Anpfiff der Partie meldete sich auch Leon Geffers beruflich bedingt ab. Das Fehlen der Akteure machte sich zunächst bemerkbar. „Am Anfang hatten wir ein paar Probleme. Durch die fehlenden Leute mussten wir viel in den Reihen umstellen“, sagte Vit.

So waren es dann auch die Gastgeber, die die Startschwierigkeiten der Stahlstädter nutzten und in Minute sieben auf 1:0 stellten. In der Folge hätte es noch schlimmer kommen können, denn nur wenige Minutne darauf hieß es doppelte Unterzahl für die Icefighters, bedingt durch einen umstrittenen Stockschlag von Torhüter Dennis Korff. „Das habe ich nicht wirklich verstanden, was da passiert sein soll. Eigentlich hätten wir viel öfters in Überzahl sein müssen, da wurde nicht alles gepfiffen“, so der Coach, der mit der Leistung der Unparteiischen nicht imer zufrieden war. Trotzdem brachte Nordhorn das doppelte Überzahlspiel nichts ein.

Icefighters drehen das Spiel

„Wir haben trotz des Rückstandes die Ruhe behalten und auch die doppelte Unterzahl gut überstanden. Wir wurden im Laufe des Spiels immer besser. Es war dann nur noch eine Frage der Zeit, bis wir ein Tor schießen“, betonte der Ex-DEL-Spieler. Zur Spielmitte hieß es Powerplay für Salzgitter und dieses nutzte das Roadteam gnadenlos aus, als Petr Binias auf 1:1 (29.) stellte. „Das Powerplay haben wir gut gespielt. Die Laufwege waren gut, das Passspiel war gut und auch der Schuss von Petr Binias war gut. Dem Torhüter haben wir die Sicht versperrt, der hatte keine Chance“, lobte Vit sein Team, welches im zweiten Abschnitt definitiv in der Partie angekommen war.

Trotzdem das Team vom Salzgittersee das Spiel nun in der Hand hatte, dauerte es noch eine Weile bis der nächste Treffer fiel. „Leider haben wir uns mit der Chancenverwertung wieder schwer getan, das hätte auch 4:1, 5:1 oder 6:1 ausgehen können.“ In der 54. Minute leitet Kirill Borisov mit seinem 1:2 die Vorentscheidung ein, auch wenn die Gäste nach der Führung zunächst wieder etwas wackelten. „Wir hatten nach dem 1:2 eine kleine Schwächephase, waren etwas zu passiv und sind kurz ins Schwimmen geraten.“ Dennoch rissen sich die Grün-Weißen zusammen und brachten das Ergebnis über die Zeit. Am Ende war es wieder Binias der das Hartgummi zum 1:3-Endstand (60.) in das verwaiste Nordhorner Netz versenkte. Deren Coach hatte den Extraattacker geschickt, was keinen weiteren Erfolg einbrachte.

„Hoffe, das sich diese Entwicklung fortsetzt“

„Mir ist die Art und Weise wie wir uns präsentiert haben, dass wir immer stabiler werden und längere starke Phasen haben und auch gut umschalten, wichtiger als die Tabellenführung. Ich hoffe, dass sich diese Entwicklung jetzt fortsetzt und unsere starken Phasen immer länger werden“, lautete Vits Fazit am Ende.

Icefighters Nordhorn

Mit den zwei 5:2-Siegen in Hamburg und gegen Nordhorn im Rücken, geht es am Samstag um 19 Uhr in das nächste Duell beim ECN. Dort trifft das Team von Radek Vit auf eine Mannschaft, die nach der Niederlage vom Sonntag sicherlich auf eine Revanche brennen wird.

Vit weiß worauf es ankommt

Trotz des am Ende hohen Sieges am letzten Sonntag klappte auf Seiten der Icefighters nicht alles. Dennoch blickt Vit positiv auf das nächste Duell und weiß worauf es ankommt: „Nordhorn können wir knacken, wenn wir so spielen wie am Sonntag die ersten 15 Minuten. Da haben wir alles umgesetzt, was wir auch nach der Videoanalyse geübt haben, da war ich fast zu einhundert Prozent zufrieden. Das heißt, wir müssen offensiv und defensiv unsere Aufgaben erledigen und vor allem geduldig sein.“

Effizienz ist besser geworden

Die Effizienz im Powerplay war bis zur letzten Partie ein großes Problem der Stahlstädter, gegen Nordhorn lief es erstmals besser. „Die Effizienz war wesentlich besser. Ich bin zuversichtlich, weil man sieht dass wir die Formation gefunden haben, die funktioniert. Das müssen wir im Spiel umsetzen. Man sieht auch im Training ob das passtm ob die Pässe ankommen und die Positionen und auch die Laufwege stimmen. Durch die Ausfälle ist es diese Woche allerdings schwierig gewesen, das zu trainieren“, so der Coach.

Wenig Strafen ziehen

Nordhorn hingegen sieht der Ex-DEL-Spieler als sehr stark im Powerplay an: „Die sind sehr gut in Überzahl, das ist nicht leicht zu verteidigen. Am Sonntag hatten sie etwas Pech im Abschluss und Dennis Korff hat natürlich auch sehr gut gehalten. Trotzdem bedeutet das, dass wir nicht so viele Strafzeiten ziehen dürfen.“

Mindestens fünf Ausfälle

Zum ersten Mal in dieser Spielzeit schlug nun auch in Salzgitter das Verletzungspech zu: „Diese Woche war es zum ersten Mal in dieser Saison ziemlich schwierig, weil einige Spieler angeschlagen sind. Wir haben gesehen, dass uns das Spiel mit vier Reihen gut getan hat, diesmal werden wir mit nur drei Reihen antreten, aber trotzdem eine starke Mannschaft haben.“ Fehlen werden definitiv Christian Pelikan, Alex Genze, Arthur Bippus, Lukas Vit und Michael Kopke. Der Einsatz von Neuzugang Jannis Sahno ist noch fraglich: „Ich hoffe, dass Jannis bis zum Samstag spielberechtigt sein wird!“

Icefighters Nordhorn

Auch im zweiten Spiel des Wochenendes nahmen die TAG Salzgitter Icefighters drei Punkte mit. Nach einer Partie gegen den EC Nordhorn, in der die Hausherren das Geschehen über weite Teile kontrollieren konnten, waren die Gäste gegen Ende der Begegnung zwar kurz daran, das Spiel nochmal zu kippen, doch die Stahlstädter blieben standhaft und setzten sich am Ende mit 5:2 (0:0, 2:1, 3:1) durch.

Icefighters drehen im zweiten  Drittel auf

Ohne Torerfolg sollte der erste Abschnitt enden, obwohl die Gastgeber in der ersten Viertelstunde des Öfteren einem Treffer nahe kamen, wobei auch Nordhorns Goalie Marek Hanisz viele Versuche verneinte. „Das erste Drittel ging klar an uns, zumindest die ersten 15 Minuten, danach wurden wir zu ungeduldig und haben dem Gegner Möglichkeiten gegeben“, sagte Icefighters-Coach Radek Vit zum ersten Drittel.

Im zweiten Drittel traten die Salzgitteraner weiter aufs Gas und belohnten sich letztendlich für ihre Bemühungen. Für den ersten Einschlag sorgte Delf Sinnecker mit seinem 1:0 (26.) in doppelter Überzahl, Thomas Herklotz erhöhte mit einer starken Einzelleistung wenige Minuten später auf 2:0 (30.). Das Team vom Salzgittersee blieb am Drücker, doch Nordhorn wollte anschließen, nutzte einen Fehler eiskalt aus und schloss nach einem Konter auf 2:1 (37.) an. Das gefiel Vit nicht: „Wir waren zu heiß auf das dritte Tor. Da standen alle drei Stürmer fast hinter dem Tor und wir hatten keine Absicherung, der Verteidiger war zu weit vom Torschützen entfernt. Da haben wir unsere Aufgaben nicht erledigt, wir hätten den Gegner müde spielen sollen.“ Immerhin stellte Yannick Meve, der einen Rebound zum 3:1 (39.) in das Netz jagte, noch vor der zweiten Pause den alten Abstand wieder her.

Nordhorn kommt wieder ran –Empty-Netter sorgen für Entscheidung

Im letzten Drittel blieben die Icefighters lange Zeit am Drücker, ließen sich rund eine Viertelstunde vor Schluss das Heft allerdings fast aus der Hand nehmen. Der ECN verkürzte auf 3:2 (47.), im Anschluss lagen die Nerven blank und es folgten reihenweise Strafzeiten, unter anderem ging ein Spieler der Grün-Schwarzen nach einem üblen Check auf zwei Gegner los und verspielte damit eine Überzahl. „Es ist einfach blöd, wenn wir eine Überzahl hätten haben können und dann selbst noch unnötige Strafen bekommen. Das müssen wir wegstecken können und die Nerven behalten“, so der Ex-DEL-Spieler zu der Situation. Dennoch hielt das Vit-Team stand, auch dank eines sehr starken Dennis Korff im Gehäuse. Nachdem auch Nordhorn zwei weitere Male in Unterzahl musste und trotzdem den Extraattacker aufs Eis schickte, landete die Scheibe noch zweimal im Kasten des Roadteams. Justin Spenke sorgte in der letzten Minute für das entscheidende 4:2 (60.), Lukas Pfaffinger tat es seinem Kapitän gleich und erhöhte mit der Schlusssirene auf 5:2 (60.).

„Waren über das gesamte Spiel besser“

„Letztendlich war der Sieg verdient, da wir über das gesamte Spiel besser waren und mehr Möglichkeiten hatten. In der Höhe war es am Ende vielleicht ein Tor zu hoch“, sagte ein zufriedener Übungsleiter, betonte aber auch: „Wir müssen da noch dran arbeiten, weil das Spiel fast wieder gekippt wäre. Das passiert leider zu oft. Das müssen wir rauskriegen und dann sind wir auf einem guten Weg. Aber am Wochenende war ein guter Aufwärtstrend zu sehen. Das Powerplay war besser, die Scheibe ist gut gelaufen und wir hatten viele Möglichkeiten. Nur die Effizienz hätte noch etwas besser sein können.“

Die TAG Salzgitter Icefighters sind wieder da! Mit einem deutlichen 5:2 (0:1, 2:1, 3:0) im Gepäck kehrte das Team von Radek Vit vom Hamburger SV zurück. Dabei wechselten sich in den ersten 40 Minuten starke Leistungen mit unnötigen Fehlern ab, doch im letzten Abschnitt drehten die Stahlstädter komplett auf.

Hamburg führt

Trotzdem man im ersten Abschnitt auf Augenhöhe agierte und eigentlich gut in die Partie gekommen war, gelang den Hausherren der erste Akzent, als in der 16. Minute das 1:0 fiel. „Da haben wir ein bisschen geschlafen“, sagte Vit und bemängelte, dass es im Anschluss wieder zu alten Gewohnheiten kam: „Wir haben dann wieder die Ordnung verloren, haben nicht mehr das gemacht was wir wollten und waren wieder zu ungeduldig!“

Salzgitter hält die Partie offen

Dennoch blieb die Mannschaft vom Salzgittersee dran und sorgte durch Justin Spenkes Powerplay-Tor zum 1:1 (26.) für den Ausgleich. Das freute den Coach: „Unser Überzahlspiel war wieder deutlich besser!“ Rund fünf Minuten später drehte Delf Sinnecker mit dem 1:2 (32.) die Partie. „Wir sind dann wieder rangekommen, aber es war in den ersten 40 Minuten eine Abwechslung zwischen gut erledigten Aufgaben und falschen Entscheidungen“, so Vit. Folgerichtig glich Hamburg in der 37. Minute aus, die Begegnung war wieder offen.

Icefighters geben Vollgas

Doch im Schlussabschnitt zwang das Team vom Salzgittersee den Hanseaten ihr Spiel auf. „Wir haben ein richtig gutes letztes Drittel gespielt und haben nur ganz wenig Fehler gemacht.“ Lukas Pfaffingers 2:3 (43.) drehte die Partie erneut, Tomas Lesko legte das 2:4 (48.) nach und Luca Häufler jagte die Scheibe zum abschließenden 2:5 (58.) in die Maschen.

„In der Höhe verdient“

„Insgesamt war das auch in der Höhe ein verdienter Sieg. Wir müssen aber schauen, dass wir nicht immer wieder die Ordnung verlieren, da müssen wir noch etwas cleverer sein“, lautete das Fazit des Salzgitteraner Trainers.

Icefighters Team

Am kommenden Freitag um 19.30 Uhr treten die TAG Salzgitter Icefighters beim Hamburger SV an, zwei Tage später (Sonntag, 18 Uhr) geht es in der Eishalle am Salzgittersee gegen den EC Nordhorn. Dabei geht es darum, Platz fünf möglichst schnell wieder zu verlassen, um nicht frühzeitig im Tabellenkeller zu verschwinden.

„Chancenverwertung muss besser werden“

Während Icefighters-Coach Radek Vit den aktuell Tabellenzweiten noch nicht einschätzen kann, greift man gegen den HSV auf deutlich mehr Erfahrung zurück. „Nordhorn hat sich sehr verstärkt, die kennen wir dadurch noch nicht so gut“, gibt der Coach zu bedenken und blickt bei den Hanseaten hingegen auf eine Mannschaft, die sich personell nicht groß verändert hat. „Gegen den HSV hatten wir oft ausgeglichene Spiele und ich denke schon, dass wir da auch gewinnen können. Aber dafür müssen ein paar Dinge stimmen. Die sind gut in Überzahl, da dürfen wir nur wenig Strafen ziehen. Außerdem ist Hamburg offensivstark und da waren wir in der Abwehr oft anfällig. Ich rechne mir Chancen aus, weil wir wissen was zu tun ist. Die Leistung muss aber besser sein als zuletzt. Konzentration, Taktik und Mannschaftsleistung müssen stimmen. Ganz wichtig sind das Powerplay und die Chancenverwertung, das war bisher das größte Manko“, so Vit über das bevorstehende Duell beim Tabellenvierten.

Am Powerplay gearbeitet

Um die Powerplay-Schwäche zu beheben, hat man in dieser Woche mit Videoanalyse gearbeitet. „Wir werden das auch heute im Training nochmal intensiv üben, uns fehlen aus der Überzahl ein, zwei Tore pro Spiel. So hätten wir auch in Bremen gewinnen können, aber wir haben die Möglichkeiten nicht genutzt“, stellte der Coach fest.

Icefighters Weserstars

Am 3. Spieltag der Regionalliga Nord verloren die TAG Salzgitter Icefighters erneut. Nach einem starken Auftritt des Teams von Radek Vit reichte es am Sonntagabend bei den Weserstars Bremen nur zu einem 2:5 (1:1, 0:2, 1:2). Dabei waren die Stahlstädter über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft.

Guter Start

Nach einem guten Start sorgte ein Gegentreffer in eigener Überzahl für den ersten Dämpfer. Nach dem 1:0 (3.) von Tim Maier taten sich die Gäste in den folgenden Minuten schwer, die Ordnung zu finden. Erst eine knappe Viertelstunde später sorgte Luca Häufler für den Ausgleich (16.). „Wir sind gut in das Spiel gestartet, aber nach den Gegentoren gab es immer ein paar Minuten Unordnung, weil wir zu schnell wieder ausgleichen wollten“, so der Coach nach der Partie.

Chancen nicht genutzt

Im zweiten Drittel dauerte es nicht lange, bis Mirco Ratajczak mit dem 2:1 (25.) für die nächste Bremer Führung sorgte und auch nach diesem Tor dauerte es eine Weile bis das Team vom Salzgittersee wieder zum Zug kam. Doch statt die zahlreichen Chancen zu nutzen, schlug es nach einem individuellen Fehler abermals im Kasten von Dennis Korff ein, Arthur Galwas hatte auf 3:1 (34.) erhöht. „Wir hatten richtig gute Möglichkeiten und standen auch oft alleine vor dem Goalie, aber wir haben nichts draus gemacht“, stellte Vit fest.

Offensivdruck zahlt sich nicht aus

Der letzte Abschnitt gehörte eigentlich dem Roadteam. In der 45. Minute gelang der erneute Anschluss durch das 3:2 von Kirill Borisov. Das Spiel stand nun wieder auf der Kippe, die Icefighters drückten mit aller Macht nach vorne und fesselten den Gegner in dessen eigenem Drittel. Doch statt die Chancen zu verwerten, zog man eine unnötige Strafzeit, die Igor Schön kaltschnäuzig für das 4:2 (56.) nutzte. Kurz vor Schluss musste der Meister selbst in Unterzahl, Vit holte Korff zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis – doch statt in der doppelten Überzahl für einen Erfolg zu sorgen, verloren die Grün-Schwarzen die Scheibe und Tim Maier netzte in das leere Tor zum 5:2 (58.) ein.

„Haben uns um den Lohn der Arbeit gebracht“

„Das ist richtig ärgerlich! Wir hätten Punkte holen können, aber dafür musst du deinen Job auch über 60 Minuten richtig machen. Wir haben zwei Gegentore durch unnötige Fehler kassiert, weil wir die einfachen Sachen nicht gemacht haben. In den Momenten wo wir das Spiel hätten drehen können haben wir Fehler gemacht und uns um den Lohn unserer Arbeit gebracht“, resümierte der Coach.

Icefighters Weserstars

Am Sonntag um 19.00 Uhr treten die TAG Salzgitter Icefighters bei den Weserstars Bremen an. Auf den starken Auftakterfolg gegen den Titelverteidiger in eigener Halle, folgte am letzten Spieltag eine deutliche 0:4-Niederlage gegen den Aufsteiger ECW Sande. Für den Meister läuft die Saison bis dato noch gar nicht rund. Nach dem knappen Overtime-Sieg gegen den EC Nordhorn im Saison-Eröffnungsspiel, musste das Team von der Nordsee zwei Niederlagen hinnehmen und rangiert momentan auf dem vorletzten Platz der Liga.

„Fahren hin, um Punkte zu holen“

Icefighters-Trainer Radek Vit erwartet demnach ein intensives Duell, da die Weserstars unter Zugzwang stehen: „Ich erwarte schon einen heißen Gegner, weil die bestimmt auch endlich mal drei Punkte holen und natürlich auch die Niederlage vom ersten Spieltag gegen uns wettmachen wollen. Nichtsdestotrotz fahren wir hin, um Punkte zu holen und zu gewinnen. Natürlich ist uns bewusst, dass wir uns steigern müssen gegenüber der Leistung vom letzten Sonntag. Im Training war die Intensität sehr hoch. Wir haben vor allem das Zweikampfverhalten, was gegen Sande nicht so gut war, gut umgesetzt und ich hoffe, dass wir bis zum Spiel auch die anderen Probleme in den Griff bekommen. Wir haben auch diverse Gespräche geführt, da wir gegenüber dem Bremen-Spiel einige Dinge haben vermissen lassen, vor allem an den Basics hat es gefehlt!“ Mit Ron Friedrich und Alex Genze müssen die Stahlstädter aus beruflichen und privaten Gründen auf zwei Akteure verzichten. „Wir werden aber trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft haben“, betonte der Coach.

Icefighters Sande Jadehaie

Am 2. Spieltag der Regionalliga Nord mussten die TAG Salzgitter Icefighters die erste Niederlage hinnehmen. Gegen den Aufsteiger ECW Sande unterlag die Mannschaft von Radek Vit am Sonntagabend mit 0:4 (0:1, 0:2, 0:1) und rutscht damit auf den vierten Platz in der Tabelle zurück.

Sande geht in Führung

Dabei starteten beide Mannschaften mit viel Schwung in das Geschehen, wobei die Gastgeber die ersten Offensivakzente setzen konnten. Nachdem Thomas Herklotz im Angriffsdrittel die Scheibe eroberte, landete ein darauf folgender Versuch allerdings nur am Aluminium (1.). Luca Häufler versuchte es im Anschluss gleich zweimal, verfehlte dabei einmal das Gehäuse und scheiterte beim anderen Mal an Gäste-Goalie Nikolajs Zukovs (3.). Auch ein frühes Powerplay blieb – so wie alle darauf folgenden – ergebnislos. Im Anschluss daran folgten wechselseitige Angriffe, bei denen sich erste Probleme abzeichneten, die nahezu das gesamte Spiel durchzogen, wie Vit treffend formulierte: „Unser Zweikampfverhalten war sehr schlecht, die Pässe kamen nicht an, es war zu wenig Zug zum Tor und die gegenseitige Unterstützung fehlte. Alles was wir vor zwei Wochen gezeigt haben, fand heute nicht statt.“ So gingen die Jadehaie in Minute 12 mit einem Treffer von Nick Hurbanek, der vom rechten Bullykreis aus abzog, mit 0:1 in Führung und übernahmen in der Folge immer mehr Spielanteile. Die Stahlstädter hingegen taten sich immer schwerer, einen koordinierten Spielaufbau zu gestalten. Die Defensivstärke des erfahrenen Gegners tat ihr übriges.

Icefighters Sande Jadehaie

Jadehaie legen nach

Zu Beginn des zweiten Drittels zog Sande diverse Strafen, sodass das Team vom Salzgittersee mehrere Minuten in Überzahl spielte – teilweise sogar 5-gegen-3 -, daraus jedoch keinen Nutzen ziehen konnte. Die Mannschaft von der Nordsee setzte ihr Spiel weiter durch und erhöhte durch Johannes Mundt auf 0:2 (28.). Dabei bekam der Spieler ein gut getimten Pass und konnte völlig frei stehend an Dennis Korff vorbei einschieben. Vit nahm zur Spielmitte eine frühe Auszeit, die allerdings wenig veränderte. „Wir haben dann auf drei Reihen umgestellt und wollten einen neuen Impuls setzen.“ Weiterhin kamen Pässe nicht an, Zweikämpfe wurden nicht geführt und der Spielaufbau führte des Öfteren ins Leere. Das Roadteam profitierte von einer insgesamt stabilen Verteidigung und auch Schlussmann Zukovs hatte einen guten Tag erwischt.

Spätes Aufbäumen der Icefighters

Zu den wenigen guten Möglichkeiten auf Seiten der Icefighters gehörte ein weiterer Versuch von Häufler, dessen Schuss am Schlägerschaft des Goalies endete, in der 34. Minute und ein Alleingang von Herklotz, der sich durch die gesamte Defense tankte und dennoch keinen Erfolg hatte. Beim nächsten Angriff legte Mundt im Powerplay nochmal nach und erhöhte auf 0:3 (35.). Im Schlussabschnitt bot sich lange Zeit weiterhin dasselbe Bild, Korff musste sich noch einmal umdrehen, nachdem das 0:4 (45.) in seinem Kasten gelandet war. Erst zehn Minuten vor der Sirene bäumte sich die Vit-Truppe nochmal auf und setzte den Gegner in dessen Drittel unter Druck, ein Torerfolg blieb trotzdem aus.

Icefighters Sande Jadehaie

„Nur im letzten Drittel gute Ansätze gezeigt“

„Gegen eine Mannschaft wie Sande, die gute Spieler geholt hat, kann man so nicht bestehen. Nur im letzten Drittel hatten wir ansatzweise das gezeigt, was gegen Bremen zu sehen war. Aber wir waren nicht gefährlich genug, da hat der letzte Biss gefehlt. Wir wollten teilweise auch zu viel, statt die einfachen Dinge zu machen. Das war verdient verloren. Jetzt müssen wir den Schalter wieder umlegen. Wir müssen hart miteinander arbeiten, dann werden wir auch wieder Erfolg haben“, resümierte Salzgitters Trainer.

Icefighters Team

Am Sonntag um 18.00 Uhr heißt es für die TAG Salzgitter Icefighters, den nächsten Gegner in Empfang zu nehmen. Mit dem Liganeuling ECW Sande Jadehaie kommt eine Mannschaft, die es nicht zu unterschätzen gilt. Genauso wie die Stahlstädter, hat auch das Team von der Nordsee den Titelverteidiger Weserstars Bremen zum Saisonauftakt geschlagen. So stehen beide Kontrahenten mit dem selben Punkt- und Torverhältnis auf den Plätzen zwei und drei in der Tabelle.

„Jeder ist schlagbar“

„Das bestätigt absolut meine Erwartungen, dass wir hier eine ausgeglichene Liga haben. Keiner kann sich ausruhen, jeder muss einhundert Prozent geben! Man hat es an den bisherigen Ergebnissen gesehen: Alle Spiele gingen mit nur einem Tor Unterschied aus, da entscheiden Kleinigkeiten“, blickt Icefighters-Coach Radek Vit auf den Ligastart zurück und fügt hinzu: „Wer seine Möglichkeiten nutzt und defensiv weniger Fehler macht, der entscheidet sein Spiel für sich. Jeder ist schlagbar, auch die Teams, die – so wie wir – bisher gewonnen haben. Wenn man nicht fokussiert bleibt, nicht weiter Gas gibt und sich im Laufe der Saison noch steigert, dann wird man abgehängt. Das ist sehr gut für die Zuschauer, die ein gutes Eishockey-Niveau zu sehen bekommen. Es wird für jede Mannschaft extrem hart unter die ersten vier zu kommen!“

„Sande hat Leute mit viel Erfahrung“

Der Aufsteiger aus Sande tritt mit einem sehr erfahrenen Team an. „Die haben Leute mit sehr viel Erfahrung geholt, beispielsweise Peter Boon, der auch schon in der DEL gespielt hat! Die sind spielerisch sehr gut, sind im Durchschnitt allerdings viel älter – und das ist unser Vorteil. Man hat es gegen Bremen gesehen: Da hatten wir mehr Kraft, weil wir jüngere Spieler haben. Aber man hat auch gesehen, was passiert wenn wir mit der Aggressivität beim Forechecking nachgelassen haben. Dann profitiert ein solcher Gegner von seiner Erfahrung und erarbeitet sich Chancen, wo unsere jungen Akteure in der Defensvie noch Fehler machen. Wir müssen unser Spiel durchziehen, dann haben wir die Chance jede Mannschaft zu schlagen!“, so Vit.

Immerhin kann man am Salzgittersee auf einen fast vollen Kader zurückgreifen. Lediglich Christian Pelikan und Niklas Dalsch fehlen krankheitsbedingt, Neuzugang Jannis Sahno ist noch nicht spielberechtigt.