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Icefighters gewinnen mitreißende Partie in Verlängerung

09.01.2017 20:38:20

Neuzugang Michele Meridian traf zur Entscheidung in der Verlängerung (Foto:AB-Blickfang)

Mitreißend, elektrisierend, spannend und dramatisch. Diese Worte spiegeln das Geschehen am Sonntagabend wieder, als die TAG Salzgitter Icefighters ihr Heimspiel gegen den Adendorfer EC mit 5:4 n.V. (3:3, 0:1, 1:0, 1:0) gewannen.

Die Gäste traten dabei mit etwas dezimiertem Kader an, zudem fehlte der angekündigte Neuzugang Kim Wikström aus familiären Gründen.
Bei den Icefighters hingegen konnte man nahezu aus dem Vollen schöpfen.
Dass ein dezimierter Kader dabei nicht zwingend auch spielerisch unterlegen sein muss hat man besonders im ersten Drittel registriert. Bereits nach 32 Sekunden gab es den Traumstart des Spielers der zum einen sein Debüt im Team von Radek gab, und zum anderen später noch entscheidend zur Geltung kam.
Es handelt sich um Michele Meridian, der früh für die Führung der Hausherren sorgte. Wer jetzt dachte, dass dies ein Selbstläufer wird sah sich getäuscht.
Nur etwas mehr als eine Minute später wurde die erste Überzahlsituation der Gäste in den Ausgleich gewandelt, durch einen Doppelschlag wiederum nur 60 Sekunden sogar das Spiel gedreht.
Man hätte denken können in den ersten 20 Minuten ginge es bereits um alles, derartig mit offenem Visier wurde hier agiert, das Torchancen fast schon im Sekundentakt zu verzeichnen waren.
Nicht verwunderlich, dass wieder binnen kürzester Zeit die neuerliche Wende durch Maik Gazka (10. Minute) und Lukas Vit (12.) eingeleitet wurde.
Doch dem Spielverlauf entsprechend blieb es eng und kein Team konnte sich größere Vorteile sichern. Der bis dato gerechte Ausgleich zur Pause fiel in der 14. Minute, die erste Unterbrechung ließ die knapp 400 Zuschauer erst einmal durchatmen.

Der zweite Durchgang verschob das Geschehen etwas mehr in die Hälfte der Adendorfer, wie schon vorher mit einigen guten Möglichkeiten im Abschluss.
Jedoch wurden diese auf Seiten der Salzgitteraner zumeist durch den gut aufgelegten Torhüter des AEC vereitelt. Stattdessen gab es für die Heidschnucken die eine Möglichkeit unter vielen die verwerten wurde und für eine etwas überraschende 3:4 Drittelführung zur zweiten Pause führte (32.).

Die letzten 20 Minuten wurden dann mit Dramatik gefüllt, denn eine sehr entschlossene Heimmannschaft zeigte sich jetzt. Der Druck der Mannen von Trainer Radek Vit nahm enorm zu und das Tor von Andreas Bierzahn geriet unter Dauerbeschuss, welcher durch Maik Gatzka erneut mit dem Treffer zum Ausgleich honoriert wurde (47.). In der Folge wurden die Adendorfer regelrecht in ihrem Drittel festgenagelt, einzelne Entlastungsschüsse blieben zu verzeichnen. Doch die Scheibe wollte bis zur Schlusssirene nicht noch einmal die Linie überschreiten, stattdessen hatten die Hausherren knapp vor dem Ende sogar noch Glück das Lars Tschirner den mutmaßlich letzten Angriff abwehren konnte.

So wurde die Verlängerung in Überzahl angetreten, welche allerdings schadlos seitens der Nordlichter überstanden wurde. Dennoch jubelten die Stahlstädter zum Ende, denn erneut Michele Meridian markierte seinen zweiten Treffer, welcher das Spiel zugunsten der Heimmannschaft entschied (62.).

Einziger Wehrmutstropfen für die siegreichen Salzgitteraner ist das vorzeitige Saisonende von Verteidiger Dominic Borchmeier, der im ersten Drittel mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Deswegen stellte Radek Vit auch dies in den Vordergrund:“Über den Sieg heute kann ich mich nur bedingt freuen, denn die Verletzung von Dominic wiegt extrem schwer. Er ist eine tragende Säule unserer Verteidigung und es wird schwer das zu kompensieren. Zum Spiel wäre zu sagen, dass man heute gesehen hat wie mitreißendes Eishockey gespielt wird. Zuerst hat Adendorf gut mit - und gegengehalten, dann überwiegten unsere Spielanteile. Auch wenn wir etwas Glück hatten, das, der eine oder andere Konter ungenutzt blieb, ist der Sieg doch gerechtfertigt. Ich hätte mir aber gewünscht in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Die Möglichkeiten dazu hatten wir.“

Salzgitter triumphierte mit: Tschirner, Lhotska – Friedrich, Aust, Borchmeier, Breneizeris, Borchers, Bannach – Gatzka, Dalsch, Krönert, Engel, Pflüger, Müller, Pelikan, Borisov, Blankschyn, Vit, Meridian, Lesko, Babkovic, Nüsse

Strafen: Salzgitter 6
Adendorf 8

Zuschauer 380

 

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