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Icefighters verlieren nach Verlängerung

20.11.2016 22:50:22

Die Reihe um Babkovic, Lesko und Marnota spielte dieses Wochenende groß auf (Foto: A.Blattmann)

Es hätte ein perfektes Wochenende für die TAG Salzgitter Icefighters werden können. Man könnte denken, dass die Mannschaft von Radek Vit dieses Doppelwochenende dazu auserkoren hat um seinen Geburtstag würdig zu feiern.
Dieses Unterfangen begann am Freitag in Adendorf bereits in beeindruckender Art und Weise, als man dort mit 2:5 gewann.

Knapp 48 Stunden später stand ein weiterer Titelaspirant auf der Matte des Chinadome. Der HSV, frisch aus der Oberliga abgestiegen, war zu Gast und sicher nicht willens die Punkte in Salzgitter zu lassen.

Vorab gesagt, beim 6:7 n.V. (3:3, 1:1, 2:2, 0:1) spiegelt das Ergebnis durchweg den Spielverlauf wieder. Man sah es beiden Mannschaften nicht an, dass sie vorher jeweils bereits ein schweres Spiel absolviert hatten. Denn das Tempo der Begegnung war von Beginn an recht hoch. Noch bevor die erste Minute um war lagen die Gastgeber bereits vorne (Michal Babkovic, 1. Minute).

Die Hamburger hingegen zeigten sich gänzlich unbeeindruckt und glichen im direkten Gegenzug aus (2.). Die Tormöglichkeiten die sich nun zeigten wussten die Hansestädter besser für sich zu nutzen als die Salzgitteraner. Mit zwei Toren in Minute 6 und 12 zogen sie auf 1:3 davon. Aber sich der eigenen Stärken bewusst gab es die Antwort auch hier binnen weniger Sekunden, denn bevor die Anzeigetafel die 13. Spielminute zeigte war das Ergebnis auf 3:3 egalisiert (Michal Babkovic, Maik Gatzka, jeweils 13.) das auch der Pausenstand war.

Im folgenden Abschnitt war das Tempo etwas gedämpfter, jedoch fehlte es hier nicht an Torraumszenen. Nur die Torausbeute war geringer als in den 20 Minuten davor.
Lediglich zwei Treffer waren zu verzeichnen, die erneute Hamburger Führung wurde durch Alexander Pflüger (29.) wiederholt ausgeglichen. Dabei spielten die Hausherren in Unterzahl.

Die nötige Pause beim 4:4 Spielstand diente dazu die Bühne für ein Drittel bereit zumachen, das an Dramatik und Spannung kaum zu überbieten war. Die Spieler von der Elbe kamen besser in die Endphase, denn kurz nach dem Wiederbeginn gingen sie wiederholt in Front. Keiner wollte sich hier auf Seiten der Stahlstädter geschlagen geben, mit druckvollem Spiel und teils sehr sehenswerten Kombinationen konnte Michal Babkovic seinen dritten Treffer zum Ausgleich bejubeln (50.). In der Folge nahm das Drama seinen Lauf, denn binnen einer Minute gab es gleich zwei berechtigte Penaltys für die Gäste.
Den ersten verwandelte der gefoulte Hamburger Jonas Behrens glücklich zum 5:6, den zweiten aber hielt Torfrau Radka Lhotska sicher gegen Hamburgs besten Pascal Heitmann, und vereitelte so die sichere Entscheidung zugunsten des HSV.
Niemals aufgebend nahm Trainer Radek Vit kurz vor dem Ende die Torfrau vom Eis. Anders als in den vergangenen Duellen wurde diese Maßnahme allerdings von Erfolg gekrönt, denn 50 Sekunden vor dem Abpfiff führte der quasi letzte Angriffsversuch der Icefighters zum vielumjubelten 6:6 durch Milan Marnota (60.).

Dies bedeutete einen Punktgewinn nach 60 Minuten, während der Extrapunkt in der Verlängerung vergeben werden musste.Und hier hatten die Nordlichter einmal mehr das Glück auf ihrer Seite, denn eine Unterzahlsituation der Salzgitteraner wurde eiskalt zur Entscheidung genutzt. Der Hamburger Treffer erzürnte die heimischen Fans, aus spitzen Winkel schoss Pascal Heitmann auf das Icefighters Tor und traf. Es bleibt ungeklärt ob vorher das Tor verschoben wurde, der Schitrichter gab den Treffer und blieb auch nach Reklamation von seitens der Icefighters bei seiner Entscheidung. Auch wenn der Ausgang des Spiels als unglücklich bezeichnet werden kann, so können unsere Jungs von der Humboldtallee mit diesem Wochenende zufrieden sein, denn aus zwei Topspielen vier Punkte zu holen, davon drei beim bisher ungeschlagenen Adendorfer EC, ist sicher mehr als sich mancher erträumt hat.

Salzgitter überzeugte mit: Lhotska, Tschirner – Aust, Breneizeris, Borchmeier, Proskuryakov – Gatzka, Dalsch, Krönert, Pflüger, Borisov, Müller, Blankschyn, Vit, Engel, Babkovic, Lesko, Marnota

Strafen: Salzgitter 20 + 20
Hamburg 20 + 20

Zuschauer 200

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