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Kein Happyend für die Icefighters – Niederlage bedeutet Saisonende

04.03.2017 19:54:19

Hamburgs Kovacs war nach dem Bully auf und davon und konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden, der anschliessende Penaltyschuss war eine Art Vorentscheidung. (Foto: W. Lange)

Es hätte ein großer Tag für die TAG Salzgitter Icefighters werden können, als am Freitagabend das definitiv letzte Halbfinalspiel gegen den Hamburger SV stattgefunden hat. Aber wie bereits prognostiziert entschied letztlich die bessere Tagesform das Spiel das der Gastgeber mit 4:2 (0:0, 2:1, 2:1) gewann und somit ins Finale der Regionalliga einzog. Dort wartet bereits am Sonntag der Titelverteidiger Weserstars Bremen.

Dabei sahen die Zeichen zunächst nicht so düster aus wie es am Ende das Ergebnis vermeintlich verdeutlicht. Keine Tore im ersten Drittel bedeutet nicht zwangsläufig, dass auf dem Eis nicht darum gekämpft wurde. Aber wie schon häufiger zuvor ließ sich keiner der Akteure vorzeitig in die Karten schauen und das Abtasten der gegnerischen Reihen begann. Bis nach etwa zehn Minuten dann langsam Bewegung in die Angriffsbemühungen kam, begonnen von den Hausherren die sich leichte Feldvorteile sicherten.

Ohne zählbares absolvierte man die erste Pause. Und auch nach dem Wechsel dauerte es wieder bis die Chancen aufkamen und auch einige Zeit danach genutzt wurden. Die Führung der Hamburger durch den Rumänen Matyas Kovacs im Nachschuss (33. Minute) wurde prompt durch Icefighter-Verteidiger Ruven Bannach mit einem Schuss von der blauen Linie beantwortetet (35.). Wenige Augenblicke später gab es einen in der Entstehung kuriosen, aber dennoch wohl berechtigten Penalty, der vom gefoulten Matyas Kovacs verwandelt wurde. Die zweite Pause endete mit 2:1 für die Hanseaten.

Der letzte Abschnitt musste eine Leistungssteigerung bringen, sollte der Finaltraum für die Salzgitteraner nicht wie eine Seifenblase zerplatzen. Die kalte Dusche gab es nach dem Wiederanpfiff in der 44. Minute, als das nächste Tor für die Gastgeber eine Vorentscheidung brachte. Hamburgs Jannik Lasse Höffgen hatte zu viel Raum und konnte mit einem harten Schuss die gut aufgelegte Torfrau Radka Lhotska überwinden.
Alle Kräfte mobilisierend kamen die Stahlstädter noch zum Anschlusstreffer durch Ron Friedrich im Nachschuss (50.). Doch der Puck wollte im restlichen Verlauf nicht mehr den Weg ins gegnerische Tor finden, so musste kurz vor dem Spielende die Entscheidung wie schon häufiger vorher durch den sechsten Feldspieler bei leerem Tor erzwungen werden. Diesen Umstand konnten dann die Hamburger ihrerseits durch den Slowaken Matus Zaborsky zum entscheidenden 4:2 nutzen.

Zieht man aus den Halbfinalbegegnungen ein Fazit, so hat die Mannschaft verdient gewonnen, die zum einen ihre Chancen effektiver genutzt hat, und zum anderen zum richtigen Zeitpunkt ihre Tagesform gefunden hat. Eine eindeutig bessere Mannschaft hat man selten erblicken können, allerdings gratulieren wir von den Icefighters den Spielern des HSV zum verdienten Finaleinzug und wünschen dort alles Gute im Kräftemessen mit den Weserstars Bremen.

Salzgitter spielte mit: Lhotska, Tschirner – Friedrich, Breneizeris, Maeter, Proskuryakov, Bannach – Dalsch, Krönert, Engel, Pflüger, Müller, Blankschyn, Borisov, Vit, Merdian, Babkovic, Lesko
Strafen: Hamburg 20 + 20
Salzgitter 22 +20
Zuschauer: 125

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