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Packendes Duell entscheiden Icefighters im Penaltyschießen

07.02.2017 00:30:17

Icefighter Goalie Tobi Geier wurde im Penaltyschießen zum Helden (Foto:MR-Fotowork)

Diese Begegnung dürfte als eine der besten dieser bisherigen Saison vermerkt werden, als die TAG Salzgitter Icefighters am Sonntagabend in Adendorf gegen den heimischen AEC im Penaltyschießen mit 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 0:1) siegten.

Die für Adendorf ungewohnt dünne Kulisse von 600 Zuschauern, davon etwa 40 aus Salzgitter, bekam für ihr Eintrittsgeld wirklich absolut alles geboten was das Eishockeyherz begehrt. Denn zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten und stets auf Sieg spielten, boten in den ersten zwanzig Minuten ein beeindruckend temporeiches Spiel. Das keine Tore gefallen sind, vermag an der Leistung beider Torhüter, aber auch an den gut aufgestellten Abwehrreihen beider Teams gelegen haben. Die Möglichkeiten waren jedenfalls vorhanden, auch wenn hier der Spielfluss mitunter wegen einiger Strafen noch steigerungsfähig war.

Die Pause zum Durchatmen nutzten die Gäste offenbar besser, denn aus den weiterhin zahlreichen Gelegenheiten schlug Ruven Bannach zuerst Kapital, als er die Icefighters mit 0:1 in Führung brachte (29. Minute). Davon zeigten die Hausherren sich nicht zwingend beeindruckt, agierten klug kombinierend und erzielten alsbald den Ausgleich (32.). Es war dann Michele Meridian, der den Pausenstand von 1:2 herstellte (39.), und so ein Kapitel dieser Begegnung beendet das von vielen Zuschauern als absolut Hochklassig empfunden wurde.

Nach dem Wechsel zogen die Heidschnucken das Tempo noch etwas an und nutzen eine Phase der Unzulänglichkeiten seitens der Salzgitteraner gnadenlos aus um zunächst erneut auszugleichen (45.) und ihre Mannschaft umgehend mit 3:2 nach vorn zu bringen (47.). Die Partie verlief bis auf die üblichen Nicklichkeiten absolut fair, weshalb die Matchstrafe gegen Kalabuchov vom AEC auf Unverständnis bei beiden Trainern stieß. Die daraus resultierende fünfminütige Überzahl nutzte erneut Ruven Bannach (54.) um das Resultat auf ein bis dato verdientes 3:3 zu stellen, was die Verlängerung bedeutete.

Diese verlief bis kurz vor dem Ende auch unauffällig, falls dieser Begriff heute überhaupt angemessen war, als jedoch eine empfindliche Strafe gegen die Torfrau der Icefighters, Radka Lhotska, ausgesprochen wurde, die das vorzeitige Aus und eine Sperre nach sich zieht.

Im entscheidenden Penaltyschießen musste Tobias Geier einen echten Kaltstart hinlegen, den er souverän meisterte indem er alles hielt was auf sein Tor kam.
Den entscheidenden Anlauf nutzte Michele Meridian zum einzigen verwandelten Versuch, der die Mehrzahl der Punkte mit auf die Reise nach Salzgitter schickte.

Salzgitter siegte mit: Lhotska, Geier – Friedrich, Aust, Breneizeris, Maeter, Proskuryakov, Bannach – Krönert, Engel, Pflüger, Müller, Pelikan, Borisov, Blankschyn, Meridian, Babkovic, Lesko

Strafen: Adendorf 35 (Matchstrafe Kalabuchov)
Salzgitter 49 (Matchstrafe Lhotska)

Zuschauer: 600

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