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Sieg und Niederlage - Icefighters halten Entscheidung offen

27.02.2017 15:29:37

Die Icefighters hatten allen Grund zum Jubeln am Sonntagabend vor eigenem Publikum (Foto:AB-Blickfang)

Im Kampf um den Einzug ins Finale der Regionalliga Nord ist an diesem Wochenende noch keine Entscheidung gefallen ob der Hamburger SV oder die TAG Salzgitter Icefighters im Finale auf den Vorjahresmeister Weserstars Bremen treffen

Am Freitag bereits siegten die Hamburger in heimischer Halle mit 6:2 (1:1, 5:1, 0:0) und benötigten in dieser Begegnung nur einen starken Zwischenabschnitt um den Sieg einzufahren, wobei das Ergebnis auch in der Höhe durchaus verdient war.

Umso größer war die Anspannung im Team und auch bei den 450 Zuschauern in der Eishalle an der Humboldtallee am Sonntag, hätte eine neuerliche Niederlage doch das sofortige Saisonende bedeutet. Dies wurde jedoch durch einen verdienten 6:3 (2:2, 1:0, 3:1) Erfolg verhindert.

Die Begegnung wurde zudem erst mit Verspätung angepfiffen, da ein Teil der Bande defekt und als Verletzungsrisiko nicht hinnehmbar war und umgehend repariert werden musste. Als sich der Puck schließlich im Spiel befand war von vornherein klar, dass hier keiner als Verlierer vom Eis gehen wollte.
Eine ansehnliche, schnelle und kampfbetonte Anfangsphase, die so gar nichts mit dem Abtasten einiger vorheriger Spiele gemein hatte, wurde geboten.

Aus der ersten Gelegenheit resultierte die frühe Führung der Gäste nach wenigen Sekunden, welche umgehend mit dem Ausgleich quittiert wurde (Michal Babkovic), nicht einmal eine Minute war zu diesem Zeitpunkt gespielt. Das Tempo wurde weiter hoch gehalten und auch als die Gäste erneut vorlegten (4. Minute) dauerte es nicht lange bis durch Michele Meridian die passende Antwort gefunden wurde (6.).
Obwohl weiter einiges an Schüssen auf die jeweiligen Tore angegeben wurde ging man mit 2:2 in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt zeigte weniger an Aktionen die für die Zuschauer interessant wären, als vielmehr taktisches agieren, was beide Trainer sicher mehr angesprochen hat. Es gab deutlich geringeres Tempo, nicht allzu viele Abschlüsse, aber dennoch einen Treffer, der die erstmals die Hausherren in Front brachte (Ruven Bannach, 36.). Weitere Möglichkeiten wurden auf beiden Seiten von den Torhütern vereitelt, wobei Salzgitters Torfrau Radka Lhotska einmal mehr ihr können beeindruckend unter Beweis stellen konnte.

Auch das Abschlussdrittel mutierte wieder zu einem Duell das einem Halbfinale absolut würdig war. Bedingt durch das Ziel welches beide Teams vor Augen hatten kehrte man zurück zur offenen Spielweise. Vorerst noch ohne zählbares, entwickelte sich die Schlussphase allerdings weit dramatischer als es den Anwesenden lieb war. Durch Tomas Lesko wurde ein Zwei-Tore-Abstand hergestellt (48.), von den Hansestädtern postwendend beantwortet (49.) um wiederum durch Kiryl Borisov erneut bestätigt zu werden (50.). Sämtliche Bemühungen der Hansestädter blieben weiterhin erfolglos, auch das bisher probate Mittel des sechsten Feldspielers mit unbehütetem Tor brachte keinen weiteren Erfolg, sondern vielmehr die Entscheidung in der finalen Minute durch Nils Blankschyn, der das verwaiste Tor zum 6:3 Endstand traf.

Trainer Radek Vit war durchweg zufrieden:“Wir sind zwar in den ersten Minuten ohne das Ausloten der Schwachstellen direkt zum offenen Schlagabtausch gekommen, aber nach 10 Minuten haben wir uns ins Spiel reingebissen. Die taktischen Minuten im zweiten Drittel waren wichtig, dadurch haben wir uns die Kräfte für die letzten 20 Minuten etwas gespart. Dort sind wir als geschlossene Einheit aufgetreten und haben das Spiel verdient gewonnen. Mit dieser Leistung rechnen wir uns auch Chancen für das entscheidende Spiel in Hamburg aus.“

Durch den Sieg steht es im Halbfinale 1:1 und es bedarf des dritten Duells, welches am Freitag den 03.03.2017 in Hamburg stattfindet. Der Gewinner dieser Begegnung trifft im Anschluss auf die Weserstars Bremen, die ihr Halbfinale parallel gegen den Adendorfer EC mit 1:4 für sich entschieden und somit zwei Mal die Nase vorn hatten. Für die Adendorfer indes ist die Saison beendet.

Salzgitter fightete mit: Lhotska, Tschirner – Friedrich, Breneizeris, Quiehl, Böhn, Maeter, Proskuryakov, Bannach – Dalsch, Krönert, Engel, Pflüger, Borisov, Blankschyn, Meridian, Vit, Babkovic, Lesko

Strafen: Salzgitter 14
Hamburger SV 10

Zuschauer 450

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